Ob in der U- oder S-Bahn, beim Arzt oder auf Reisen: Wartezeiten lassen sich nicht immer vermeiden, die Frage ist eher, wie man sie geschickt nutzt. Unter dem Stichwort "Mobile Gaming" kommen hier immer häufiger tragbare Konsolen und Handys zum Einsatz. Noch dominieren leicht bedienbare Casual Games; schnelle Mobilfunkstandards und komfortable Endgeräte öffnen das Mobile Gaming aber zunehmend auch für komplexe Strategiespiele und Sportsimulationen. Bis 2012 wird der Markt für mobile Spiele in Deutschland um jährlich 12,1 Prozent wachsen, schätzt die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Firmen wie Nokia, Apple, Sony oder Nintendo arbeiten mit Spiele-Publishern zusammen, um opulente Gaming-Erlebnisse auch auf den tragbaren Endgeräten zu ermöglichen. Ein weiterer Trend ist die zunehmende Vernetzung von stationären und mobilen Systemen: Der Gamer der Zukunft wird seinen Spielcharakter beispielsweise auf dem Handy trainieren und dann auf die heimische Konsole übertragen können, prophezeit Michael Schade, Geschäftsführer der Hamburger Entwicklerfirma Fishlabs. Wie die Entwicklung hierzulande weitergeht, lässt sich heute schon mit einem Blick nach Asien prognostizieren: In China gibt es bereits knapp 600 Millionen Handy-Besitzer, Mobile Gaming ist dort fester Bestandteil des Lebens vieler Menschen.
