In den siebziger Jahren wurde der Personal Computer hauptsächlich für einfache Text- und Bildverarbeitungsprogramme genutzt. Doch größere Speicher und schnellere Prozessoren machten den PC im Lauf der Jahrzehnte zu einer leistungsfähigen Multimediamaschine. Heute erledigen wir mit dem PC Büroarbeiten, surfen im Internet, schauen Filme, schneiden Videos, hören Musik und spielen. Die Palette der Computerspiele reicht von einfachen Casual Games für zwischendurch bis hin zu grafisch aufwändigen 3-D-Abenteuern mit 10 - 20 Stunden Spieldauer.
Parallel zu den PCs haben sich seit den Siebzigern die Konsolen entwickelt. Anfangs handelte es sich noch um reine Spielcomputer, deren Rechen-Power und Grafik voll auf Games spezialisiert war. Die jüngste Konsolengeneration kann nun auch Filme und Musik abspielen - und man kann mit ihr sogar im Internet surfen. Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen stationären Geräten fürs Wohnzimmer und tragbaren Geräten für unterwegs, sogenannten Handheld-Konsolen. Die aktuellen Vertreter des stationären Typs sind die Playstation 3 (Sony), die Xbox 360 (Microsoft) und die Wii (Nintendo). Sie werden auch als "Next-Generation-Konsolen" bezeichnet - im Hinblick auf ihre Vorgängermodelle Xbox und Playstation 2. Die Next-Gen-Konsolen sind direkte Konkurrenten des PC, wenn es um Videospielunterhaltung im Wohnzimmer geht - das zeigt sich auch daran, dass viele Spiele parallel für PC und Konsole auf den Markt kommen.
Auch die Handheld-Konsolen haben eine lange Tradition. Das wohl berühmteste Spielgerät dieser Gattung ist der Gameboy, den Nintendo Ende der neunziger Jahre herausbrachte. Mit heutigen Handheld-Konsolen wie dem Nintendo DS und der Playstation Portable (PSP) lässt sich viel mehr als nur spielen: Sie sind MP3-Player, Taschenkino und Fotoalbum zugleich. Über drahtlose Netzwerke lässt sich mit den Handheld-Konsolen auch im Internet surfen.
Eltern sollten vor dem Kauf einer Spieleplattform genau abwägen, wie das Gerät genutzt werden soll. Ein Vorteil des PC ist, dass das Kind damit auch die Hausaufgaben erledigen, also zum Beispiel Texte schreiben, kann. Konsolen haben den Vorteil, dass Eltern sehr komfortabel das Nutzungsverhalten ihrer Kinder regulieren können. So lassen sich auf der Xbox 360 bestimmte Spiele und Filme sperren. Zudem können Eltern genau festlegen, wie ihr Kind das Online-Netzwerk "Xbox Live" nutzt. Das betrifft die Freundeslisten, also die Online-Kontakte, des Kindes ebenso wie das Herunterladen kostenpflichtiger Inhalte. Der "Familien-Timer" schließlich ermöglicht es Eltern, tage- und wochenweise Zeitfenster festzulegen, zu denen die Xbox 360 von einzelnen Familienmitgliedern - insbesondere den Kindern - genutzt werden kann. Ähnliche Mechanismen gibt es auch auf der Playstation 3. Die mobilen Konsolen schließlich haben den Vorteil, dass sie dem Bewegungsdrang der Kinder am besten entsprechen: Sie lassen sich überall hin mitnehmen und verfügen über intuitive Steuerelemente wie berührungssensitive Monitore, Kameras und Spracheingabe.
Es folgt ein kurzer Überblick über die Eigenschaften der genannten Konsolen.

