Jedes Computerspiel, das in Deutschland in den Einzelhandel kommt, trägt vorne auf der Verpackung ein farbiges Kennzeichen: Das quadratische Symbol mit der gut lesbaren Zahl ist die Alterseinstufung des Spiels. Die Abkürzung "USK" steht für "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle", also die Institution, die Altersfreigaben für Computerspiele vergibt.
Auch wenn die Bedeutung der USK ständig steigt, ist in der Öffentlichkeit noch recht wenig über ihre Arbeit bekannt. Rechtsgrundlage der Prüfstelle ist das Jugendschutzgesetz. Gemäß JuSchG darf Jugendlichen in der Öffentlichkeit ein Spiel nur dann zugänglich gemacht werden, wenn es für die entsprechende Altersstufe freigegeben und gekennzeichnet ist. Seit der JuSchG-Novelle von 2003 ist die Alterseinstufung der USK für den Handel verpflichtend. Beim Kauf des Computerspiels muss überprüft werden, ob der Käufer tatsächlich das erforderliche Alter besitzt. So soll verhindert werden, dass sich beispielsweise ein 14-Jähriger ein Spiel kauft, das erst ab einer Altersgrenze von 16 Jahren freigegeben ist. Kontrolliert wird der Handel von den vor Ort zuständigen Ordnungsbehörden; Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit und mit Bußgeldern geahndet.
Auf das Handeln der Erziehungsberechtigten hingegen hat der Staat mit seinen Alterskennzeichen keinen direkten Einfluss. Mit anderen Worten: Wie und welche Medieninhalte Sie als Eltern Ihren Kindern zugänglich machen, liegt in Ihrem eigenen Ermessen. Allerdings sollten Sie Ihrem Nachwuchs nur solche Spiele erlauben, die eine entsprechende Altersfreigabe haben. Denn nur so können Sie sicher sein, dass das Spiel für Ihr Kind ohne Risiken ist.

